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Die Geschichte des KBV Stuttgart e.V.

Wie alles begann

Bis zum Ende der 1950er Jahre lastete auf allem, was Menschen mit Behinderung betraf ein gesellschaftliches Tabu. Therapiemöglichkeiten, z.B. die Bobath-Methode, die in Ländern wie England und der Schweiz seit Jahren praktiziert wurden, waren bei uns so gut wie unbekannt. Kinder mit Behinderung waren von der Schulpflicht entbunden, Sonderschulen und Therapieeinrichtungen gab es einfach nicht.

 

Als Folge des Contergan-Skandals, errichtete die Stadt Stuttgart 1961 zwei Behelfsbauten, den Friedemann-Pavillon, im Friedemannweg in Stuttgart-Vaihingen. Im Herbst des gleichen Jahres startete so das Provisorium der Schule für Körperbehinderte mit 48 Schülerinnen und Schülern. In kürzester Zeit standen über 100 Kinder mit Körperbehinderung auf der Warteliste und konnten nicht aufgenommen werden. Nun musste eine Lobby her und unser Verein wurde auf den Weg gebracht. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit der Vorstandsmitglieder und unendlich vielen Vorsprachen bei Verantwortlichen auf politischer, kommunaler und Landesebene konnten viele Projekte realisiert werden.

 

Der nachfolgende Film gibt einen guten Eindruck darüber, wie alles begann.
Viel Spaß beim Reinschauen.

 

 

Hier einige Eckpunkte aus unserer Chronik:

 

26.10.1964: Erste Pressekonferenz mit Appell zur Vereinsgründung der Eltern behinderter Kinder im Friedemann-Pavillon

 

13.11.1964: Vereinsgründung im Stuttgarter Gewerkschaftshaus

 

1966: Spendensammlung „Das geht uns alle an“ zur Finanzierung des Baus der Schule für Körperbehinderte in den Hengstäckern. Es wurden 430.000 DM vom Verein gesammelt, 500.000 DM steuerte die Landesgirokasse bei. Schenkung der Gesamtspenden an die Stadt Stuttgart.

 

1966: Bau und Eröffnung des Sonderschulkindergartens für körperbehinderte Kinder in Stuttgart-Vaihingen durch die Stadt Stuttgart

 

1967-68: Bau und Eröffnung der Schule für Körperbehinderte in drei Bauabschnitten

 

1968: Einrichtung einer KBV Geschäftsstelle in der Etzelstraße 15 mit Räumen für den Jugendclub und das Therapeutikum Raphaelhaus.

 

1968: Gründung des Jugendclubs – heute Alex-Club – mit Freizeitangeboten, Interessengruppen und Ferienfreizeiten für 16-25jährige.

 

1968-71: Starthilfe für das Therapeutikum Raphaelhaus durch vorübergehende Trägerschaftsübernahme

 

1968-78: Pachtvertrag mit dem Landkreis Tauberbischofsheim für das Erholungsheim Schloss Distelhausen. Der Verein baute hier einen Aufzug ein, um Familienfreizeiten durchführen zu können.

 

1968: Einrichtung eines Fahrdienstes, zunächst für den Jugendclub und das Therapeutikum Raphaelhaus, später auch für Kindergarten und Schule für Körperbehinderte

 

1969: Erste Zivildienstleistende übernehmen Fahrdienste sowie Hilfs- und Pflegedienste für die Schule und den Kindergarten für Körperbehinderte und den Jugendclub.

 

1969: Beginn der Renovierung von Räumen in der Alexanderstraße 2. In ehrenamtlicher Arbeit entsteht zunächst ein Clubraum für den Alex-Club, später die Vereinsgeschäftsstelle und Unterkünfte für Zivildienstleistende.

 

1970: Gemeinsam mit der Stadt Stuttgart und Pfarrer Kehr von der Evangelischen Gesellschaft kommt es zur Gründung des Behinderten-Zentrums Stuttgart e.V. Neben Pfarrer Kehr gehören Robert Bosch jun., Klaus Lechler und unser langjähriger Vorsitzender Heinrich Thum zu den Vorstandsmitgliedern.

 

1970: Gründung eines regelmäßigen Elterntreffs von Eltern schwerstmehrfach behinderter Kinder

 

1970: Erste Verhandlungen mit der Stadt Stuttgart über das Grundstück Laubeweg 1, wo eine Wohnanlage errichtet werden soll. Im Sommer beginnen die Bemühungen um die Realisierung der „Wohnanlage Fasanenhof“.

 

1971: Der Gemeinderat stimmt unserem Antrag auf Überlassung des Grundstücks Laubeweg 1 in Erbpacht zu. Von nun an stand das Projekt Wohnanlage Fasanenhof ganz oben auf unserer Agenda.

 

1972-73: Mit Ideen unseres Bauausschusses und unserer Frau Oertle entstanden Bau-Entwürfe durch die Architekten Ekkehard Knoblauch und Berthold Luippold. Das Projekt wurde beim Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit vorgestellt. Im November 1973 fand eine Projektvorstellung und Geländebegehung mit über 30 maßgeblichen Persönlichkeiten von Bund, Land und Stadt Stuttgart statt.

 

1974: Nach langwierigen Verhandlungen steht die Finanzierung des Projekts Wohnanlage Fasanenhof durch Bund, Land, Stadt, Eigenbeteiligung und weitere Geldgeber wie Aktion Sorgenkind (heute: Aktion Mensch), Stiftung Deutsche Jugendmarke und Deutsches Hilfswerk. Die Rechtsform gemeinnützige GmbH wird festgelegt. Die Gesellschafter sind die Stadt Stuttgart, Stiftung Rehabilitation Heidelberg, und unser Verein. Die Buchgrundschuld wird notariell eingetragen. Die Baugenehmigung wird erteilt und der Bau im Winter 74/75 begonnen.

 

1977: Die ersten Mieter ziehen in die 46 behindertengerechten Wohnungen der Wohnanlage Fasanenhof.

 

1978: Unser Verein erhält für die Wohnanlage Fasanenhof eine „Auszeichnung in Gold“ durch Annemarie Griesinger, Ministerin für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung Baden-Württemberg.

 

1979: Ausbau des Fahrdienstes und Einsatz beim Behindertentransport der Stadt Stuttgart

 

1981: Die bisher ehrenamtliche Geschäftsführung der Wohnanlage durch Heinrich Thum wird hauptamtlich von Eli M. Wolman übernommen, der bis zu seinem Ruhestand Ende 2010 tätig ist.

 

1982: Aufbau der Individuellen Schwerstbehindertenbetreuung

 

1985: Beginn der Betreuung von Behindertenwohnungen im Vollmoeller-Gelände und der Seidenstraße mit Hilfs- und Pflegediensten für behinderte Bewohner

 

1988: Gründung des Friedl-Freitags-Treffs in Kooperation mit dem evangelischen Jugendwerk der Petruskirchengemeinde in Stuttgart-Gablenberg. Musik und Spiele für alle ab 16 Jahre

 

1989: Eröffnung der Tagesförderstätte für schwerst körper- und mehrfachbehinderte Menschen in Stuttgart-Vaihingen, Möhringer Landstr. 103 A

 

1989: Gründung der Freizeitgruppe "Fossile Grufties". Angebot für behinderte und nichtbehinderte Erwachsene, die dem "Alex-Club-Alter" entwachsen sind, aber noch gemeinsame Unternehmungen machen.

 

1992: Bezug der Wohnanlage Villastraße 1A in Stuttgart-Ost. 6 behinderte Bewohner einer Wohngemeinschaft, sowie die Bewohner von 8 Rollstuhlfahrerwohnungen und 24 Altenwohnungen werden je nach Bedarf vom Betreuungsdienst des Körperbehinderten-Verein Stuttgart e.V. in ihren Wohnungen versorgt.

 

1993: Beginn der Planungen für das Projekt "Dach für Behinderte" in der Wilhelm-Kammerer-Straße in Stuttgart-Ost

 

1994/95: Aufbau des Familienentlastenden Dienstes mit Betreuungsangeboten für behinderte Kinder in den Ferien, häuslicher Betreuung und Betreuung an einem schulfreien Nachmittag im Monat

 

1995: Anerkennung des Ambulanten Pflegedienstes der Wohnanlage Villastraße durch die gesetzlichen Pflegekassen und Abschluss eines Versorgungsvertrags

 

1996: Schaffung einer interdisziplinären Frühförderstelle (IFF) in Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart

 

1998: Gründung einer Selbsthilfefirma zur Beschäftigung körperbehinderter Mitarbeiter, VeBis Versandbuchhandlung in Selbsthilfe gGmbH

 

2000: Gründung der "Stiftung zur Förderung behinderter Menschen"

 

2002: Ausbau der sozialpädagogischen Betreuung von behinderten Menschen im Rahmen des "Ambulant Betreuten Wohnens". Externe Betreuungen werden nun für das gesamte Stadtgebiet Stuttgart angeboten.

 

2002: Erweiterung der Ferienbetreuung für behinderte Kinder von 4 auf 8 Wochen im Jahr

 

2005/2006: Modernisierung der Verwaltung

 

2006: Beginn der Planungen für das Baur-Areal mit Einzelwohnungen und einer Wohngruppe für schwermehrfachbehinderte junge Erwachsene

 

2008: Familienfreizeiten werden wieder in die Angebotspalette aufgenommen.
Der Alex-Club feiert sein 40jähriges Jubiläum.

Die ambulant betreute Wohngemeinschaft in der Hackstraße wird bezogen.

 

2009: Die ersten Bewohner ziehen im Herbst in die neue Wohngruppe ins Baur-Areal und die betreuten Einzelwohnungen.

 

2010: Der KBV übernimmt die Nachmittagsbetreuung an allen schulfreien Nachmittagen an der Schule für Körperbehinderte.

 

2011: Start der Elternakademie mit Fortbildungs- und Informationsangeboten für Eltern behinderter Kinder.
Der KBV übernimmt die ABW Betreuung für sieben Wohnungen für Menschen mit Körperbehinderung im Blauen Haus des Terrot-Areals in Bad Cannstatt.

Die Wehrpflicht und damit auch der Zivildienst wird ausgesetzt. Der Bundesfreiwilligendienst startet beim KBV erfolgreich.

 

2012: Wir verabschieden unseren letzen Zivildienstleistenden.

Beginn der Planungen für ein Wohnprojekt im Rosensteinviertel. Der KBV wird hier ab 2017 ABW Betreuungen übernehmen und einen zusätzlichen Büro Standort haben.

 

2013: Im November wird nach langer Wartezeit die Baugenehmigung für das "Krokodil"  im Baur Areal erteilt. Hier sollen die Geschäftsttelle, die Tagesförderstätte, eine Wohngruppe und ein Bistro untergebracht werden. Auch 15 Dienstzimmer für junge Menschen im Freiwilligendienst werden entstehen und der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen e.V. wird Räume erhalten.

 

2014: Das Jubiläumsjahr. Im Januar beginnen endlich die Bauarbeiten am "Krokodil". Ende September zieht die Tagesförderstätte als erster Teil des KBV in das Erdgeschoss. Geschäftsstelle und Fahrdienst ziehen im Oktober im 1. Stock ein. Im November ziehen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner im 3. Stock die Wohngemeinschaft "Krokodil" ein.

 

20. September 2014: Der KBV wird 50! Das große Jubiläumsfest findet noch auf der Baustelle vorm "Krokodil" im Zelt statt.

 

2015: Im April beginnen die Arbeiten am Außengelände im Innenhof des "Krokodils". Lärm, Dreck und der erschwerte Zugang ins Haus stellen die Geduld aller Anwohner und Kollegen auf eine harte Probe. Am 27.06.2015 findet die offizielle Einweihung des "Krokodils" statt.



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