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Alex und Moni in Nepal

Am 28.02.2014 um 19.05 Uhr startete das mutige Erdmännchen Alex zusammen mit unserer Kollegin Moni Merli seine abenteuerliche Reise nach Nepal. Beide haben regelmäßig Bilder und Berichte an uns geschickt. Jetzt sind sie wieder im Ländle und wir freuen uns, dass sie heil angekommen sind. Hier kann man alle Reiseberichte noch einmal nachlesen.

Alex und Moni kommen heim!!!

So Freunde das ist nun die letzte Meldung aus der Ferne. Nach einem wirklich entnervenden Flug von Kathmandu nach Denpasar, waren wir nach gefühlten unendlichen Stunden auf Bali gelandet. Und nachdem wir Nepal verlassen hatten wie wir es antrafen - im Regen - freuten wir uns über strahlenden Sonnenschein. Ebenso wie über die Temperatur von 30 Grad. Moni musste sofort ihre Stiefel gegen Flipflops tauschen. Ich hingegen, als Erdmännchen bin solche Temperaturen ja gewohnt.

 

Franzi, die wir in Kathmandu kennengelernt hatten, und unser driver nach Lovinia erwarteten uns bereits. Und so ging es einmal über die grüne Insel bis zu unserer ersten Station: Kalibukbuk. Unsere Unterkunft, eine schnuffige kleine Anlage, lag inmitten des Dorfes und nicht weit vom schwarzen Lavastrand entfernt. Von hier unternahmen wir viele Ausflüge ins Landesinnere. Meistens mit dem Auto und einem ortskundigen Menschen. Aber manchmal auch im Bemo. Das sind kleine Busse in denen alles transportiert wird. Menschen, Tiere, Wärmepumpen oder Unmengen großer Bastkörbe mit Waren vom lokal market. Die Bemofahrer sind wahre Schlitzohren wenn es um Fahrpreise geht. Besonders bei blonden, blassen Touristen fallen die Fahrpreis manchmal recht abenteuerlich aus. Haha... aber wir sind ja mittlerweile knallhart was das Handeln angeht. Ich befürchte, Moni wird in Stuttgart mit den SSB Automaten handeln wollen! Denn auch hier auf Bali wird einfach bei allem gehandelt. Das gehört zum guten Ton. Und manchmal springt ein recht ordentlicher Rabatt dabei heraus. Wer nämlich der erste Kunde ist, bekommt den " morning price". Der bringt dem Verkäufer Glück und für diesen Tag gute Geschäfte.


Wir haben den Sing Sing und den Gigit Wasserfall gesehen. Haben Unmengen von Tempeln besucht z.B. den chinesischen Tempel Gwan Ling, den Pura Beji, der der Göttin der Landwirtschaft geweiht ist und Pura Dalem, in dem man verrückte Reliefs sehen kann z.B. einen dicken Europäer in einem Ford. Das soll an die Kolonialherrschaft der Holländer erinnern. Wir haben in heißen und kalten Quellen gebadet und waren im buddhistischen Kloster Brahama Vihara. Aber das Beste war eine sehr spornte Einladung zu einer hinduistischen Hochzeit. Das war wunderschön, farbenprächtig und gastfreundlich. Eni und Gede haben uns dann auch in die Geheimnisse der balinesischen Küche eingeführt. Das war einfach super und superlecker!!! Das sollte sich kein Balibesucher entgehen lassen.


Unsere Station im Süden war Mendira, ein kleines Dorf bei Candi Dasa. Auch hier hatten wir viel Glück mit unserer Unterkunft. Das Lauteste hier ist das Rauschen des Meeres. Und von unserem Platz beim Frühstück blickt man direkt auf Ebbe und Flut. Hier haben wir natürlich vieeeel Pause gemacht. Aber auch hier die schönen Plätze besucht. Den Besang Wasserpalast, den Gungung Arung den alles überragenden Vulkan, Tenganag das reichste balinesische Dorf in dem der doppel-Ikat gewebt wird.


Wir waren in Ubud und haben Affen gefüttert, wo das sonst kein Tourist tut. Und haben uns die traditionellen Tänze angeschaut. Und natürlich wieder jede Menge Tempel. Das schönste überhaupt an den Tempeln ist, dass sie überall sind. Jedes Haus hat seinen eigenen kleinen Tempel an dem jeden Tag Gaben für die Götter dargebracht werden: Speisen, Blumen und Räucherwerk. Das macht alles hier bunt und fröhlich. Vielleicht ist das ein Grund, warum die Menschen hier so viel lächeln. Das wird mir sicher fehlen und die Sonne und das Meer. Aber trotz aller großen und kleinen Abenteuer freue ich mich auf zu Hause. Und ich verrat es euch: die Moni ebenso…


Nur wer weggeht kann wiederkommen und nach so einer Reise hat man was zu teilen! Moni und Alex danken allen die unsere Geschichten gelesen haben. Und vor allem der wunderbaren Britta die das ganze technisch möglich gemacht hat.

 

Om santi santi santi Om
Alex & Moni

 

P.S.: Fotos zum Artikel gibt es auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/koerperbehindertenvereinstuttgart

 

 

Endlich ein Lebnsszeichen! Bericht vom 09.05.2014

Hallo ihr lieben zuhause, hier bin ich wieder!!! Womöglich hat sich der eine oder andere gefragt, warum dieses Erdmännchen sich nicht meldet. Oder sich sogar darüber gesorgt oder geärgert... Ich kann euch in jedem Fall sagen, dass die letzten vier Wochen echt eine ziemlich turbulente Zeit war.
Zuerst gab es nicht wirklich Internet im Volunteershaus in dem ich mit Moni wohnte. Sowas kann in Nepal schon mal dauern bis es wieder funkt ;) wie eben überall auf der Welt. Tatsächlich hatte es aber auch seine guten Seiten. Die Menschen saßen sich nicht schweigend mit dem Smartphone gegenüber. Der Unterschied fiel tatsächlich sogar dem einen oder anderen Menschen auf.
Moni war in der Zeit tapfer im Projekt. Nun nicht mehr in der Therapie sondern in einer Klasse mit elf Kindern unterschiedlichen Alters und Behinderung. Das war eine wirklich spannende Erfahrung. Wie bringt man sich ein ohne alles durcheinander zu bringen? Wie kommuniziert man mit wem? Gibt es Unterschiede? Wie kann ich das Erfahrene stehen lassen ohne es zu werten... Und viele Fragen mehr. Das wichtigste war jedoch möglichst viel Spaß mit den Kindern zu haben.

 

Das hatte Moni auch - bis eine gemeine Invasion von Salmonella thyphi sich über sie her gemacht hat. Das war gar nicht lustig und hat uns ziemlich viel Zeit gekostet in der irgendwie nur ganz wenig ging. Das Merli dachte ja auch, dass so ein bisschen Durchfall von alleine wieder weg geht... tststs... Zum Glück waren da Menschen wie Marina, die dem Ganzen mal einen Schlusspunkt und die Moni ins Taxi setzte. Das Ziel: internationales Krankenhaus. Und das war ziemlich klug. Moni war nicht sehr begeistert über die Diagnose und die Tatsache, dass sie erst mal mit Infusion und allem Schnickschnack im Krankenhaus bleiben musste. Immerhin war das der erste Krankenhausaufenthalt als Patient :) Das Personal war sehr freundlich und kompetent und wir hatten das schönste WC von ganz Kathmandu ;) Aber zum Schreiben war uns in der Zeit sowas von gar nicht... Ich hoffe ihr entschuldigt!


Die letzte Woche war dann auch schon fast angebrochen und so viele Projekte von Karmalaya die wir noch besuchen wollten. Zum Beispiel das Transnational home. Hier werden Kinder die in Arbeit geschickt werden aufgenommen. Die Familien werden gesucht mit dem Ziel, die Familien zu unterstützen. Die Kinder sollen zur Schule gehen können.
Im Frauenprojekt werden von Frauen für faire Löhne Schals gewoben und verkauft. Durch den Erlös werden wird auch ein angegliedertes Waisenhaus unterstützt. Zwei Volunteere von Karmalaya arbeiten derzeit an einer Website um die Produkte noch besser zu vermarkten. Schaut euch das Merli nur genau an wenn sie wiederkommt... Sicher trägt sie jeden Tag einen neuen Schal. Aber ist ja alles für nennen guten Zweck ;)

 

Ein besonderes Erlebnis war das Upanajama. Ein Ritual bei dem die Knaben in den Kreis der Männer aufgenommen werden. Es ist ein Fest mit vielen Gästen. Die Priester vollziehen an den Knaben das Ritual. Hierzu gehört, dass alle Haare bis auf einen kleinen Zipfel am Hinterkopf abrasiert werden. Die Knaben tragen gelbe Gewänder und erhalten als symbolische Gabe durch den Priester einen Zweig und einen Sack zum Umhängen. Als Zeichen, dass der Junge das Haus mit einem Stock und einem Beutel verlässt, um als Mann wieder zu kommen. Ebenfalls bekommt jeder Junge sein persönliches Mantra. Und wie ihr euch sicher denken könnt: ziemlich viele Geschenke. Es ist eindrücklich zu erleben, wie sich alte Kultur und jetztzeitliche Jugendliche mischen. Eben diese Mischung alter hinduistischer Kultur und dem Denken heute gibt viele Fragen auf, die mich noch eine ganze Weile beschäftigen werden.


Im Galopp raste die Zeit und vor der Abreise stand noch die Teilnahme als Statist in einer großen indischen Bollywood Produktion auf dem Tagesprogramm. Das war ein Hin und Her und schwupp war der letzte Tag in Nepal vorbei. Mit vollem Koffer und einem noch volleren Herzen standen wir dann in der Abflughalle des Tibuvan international airport. Es regnete wie bei unserer Ankunft und ich glaube, Moni hatte auch ein paar Tränchen im Augenwinkel als sie den davonfahrenden liebgewonnenen Menschen gewunken hat.
Soviel aus Nepal. Und ich verrate euch: Moni freut sich schon, euch live von ihren Erlebnissen zu berichten. Bis dahin ist aber noch ein bisschen hin. Denn erst mal sind wir jetzt in Indonesien auf Bali. Aber davon beim nächsten Mal. Und ich verspreche das ist sicher ganz bald. Bis dahin, lasst es euch gut gehen und genießt das Leben.

 

Euer Alex der gut auf das Merli acht gibt

 

P.S.: Fotos zum Artikel gibt es auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/koerperbehindertenvereinstuttgart

 

Bericht vom 29.03.2014: Wenn  Alex eine Reise tut... Busfahren auf maroden Straßen

…dann kommt er schon tüchtig rum. Irgendwie schwirrt mir noch der Kopf von den vielen Erlebnissen der letzten Tage. Und es kommt mir vor als seien wir unglaublich lange unterwegs gewesen. Gestartet sind wir am letzten Mittwoch in aller Herrgotts Früh. Mit dem Bus nach Pokhara. Und das ist was völlig anderes als ne Spazierfahrt. Die Straßen sind eher mehr Buckelpiste als alles andere. Moni schlief dennoch ziemlich schnell ein :) und als sie wach wurde erwarteten sie zwei atemberaubende Ausblicke. Erst der steile, nicht gesicherte Abhang rechts des Busses... schluck... aber der war schnell Nebensache als sich die schneebedeckten Gipfel der Himalajakette auftaten. Und irgendwie gewöhnt man sich auch an diese Art zu fahren. Auf den Bildern bekommt ihr nennen kleinen Einblick in die Strassenbauweise.

Moni vor der Peace Pagoda in PakhoraNach einer kleinen Reifenpanne, aber hier ist auch sowas gar kein Problem, kamen wir am späteren Nachmittag in Pokhara an. Hier zeigt sich ein ganz anderes Gesicht von Nepal. Auf der einen Seite viel mehr Tourismus und doch viel ruhiger als im wuseligen Kathmandu. Ja und am nächsten Morgen ging es dann los mit dem Gipfelsturm. Immer bergauf, vorbei an wunderschönen, saftig grünen Reisterassen. An kleinen Bauernhütten, Ziegen, fröhlichen Menschen durch eine wunderschöne Landschaft. Das war nicht anstrengend. Und peinlich wurde es als eine alte Frau mit einer vollbeladen Kippa auf dem Rücken unsere Gruppe überholt hat. Da war es klar... bevor wir den Annpurna besteigen, muss noch bissle trainiert werden :D. Nichts desto trotz war es wunderschön. Auf unserem Gipfel anzukommen, die Sonne über der Bergkette des Annpurna untergehen zu sehen und einfach nur da sein. Drei Tage Trekking ging viel zu schnell vorbei. Sonnenaufgang
Abflug beim ParaglidingUnd zur Krönung gönnte sich Moni eine Runde Paragleiten über dem Fewa Lake. Ich hab verzichtet, da ich nicht schwindelfrei bin... bin ja eher das „in der Erde Lebewesen“. Aber gelandet ist eine freudestrahlende Moni, die es sehr genossen hat. Als Entschädigung hat sich Moni eine wunderschöne Klangschale gekauft und mich damit verwöhnt. Vielleicht tut Sie es ja für die Alex-Clubber auch mal...

Damit jedoch noch nicht genug der Abenteuer. Von Phokara ging es wieder mit dem Bus in den Chitwan Nationalpark. Der Weg ging wieder über holprige Straßen und die Landschaft veränderte sich. Die Felder wurden flacher und die Temperaturen stiegen deutlich an. Was waren wir froh als wir von der Hausmutter mit der Tikka und kalten Getränken empfangen wurden. Nach einer kurzen Pause begleitete uns Binod unser Guide auf der ersten Erkundungstour durch Sauraha.

Der nächste Tag begann mit einer einmaligen  Duschorgie. Moni durfte mit den Elefanten baden. Das war ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis. Dieses große Tier und der Mahout der es dirigiert. Und der Elefant hatte glaube ich auch seinen Spaß, ganz sicher jedesmal wenn er den  Menschen auf seinem Rücken eine tüchtige Rüsseldusche verpassen konnte :) Elefantenbad
Die Tage im Dschungel waren viel zu kurz und die Nächte sehr umtriebig. Da lag man unter dem Moskitonetz und lauschte den Tönen des nächtlichen Dschungels und es war nie so ganz klar, ob das Schaben und Tippeln kleiner Füße nun drinnen oder draußen war.
So und nun sind wir nach einer weiteren lustigen Busfahrt wieder in Kathmandu.
Morgen finden hier Paralympic games statt. Darauf bin ich schon sehr gespannt und ihr könnt euch schon auf eine exclusive Doku freuen.

 

Namaste euer Alex

 

"Happy Holi!" Fest der Farben in Kathmandu am 16.03.2014

Ich sag euch Freunde da war was los!!! Deshalb muss ich euch auch gleich davon berichten. Also das Holi Fest findet am ersten Vollmondtag im März statt und signalisiert den Beginn der heißen Moni beim Fest der FarbenJahreszeit. Man feiert es besonders in Indien aber auch hier in Nepal. Gefeiert wird schon die ganze Woche vor Vollmond und am Sonntag ist dann der Höhepunkt erreicht. Die Kinder und Jugendlichen präparieren Beutel mit Wasser und statten sich mit buntem Farbpulver aus. Schon am Freitag und Samstag kann es dir passieren, dass dich unvermittelt so ein Wasserbeutelchen erwischt und du schelmisches Kinderlachen hinter dir hörst. Sich darüber aufzuregen ist aber ziemlich uncool. Mitlachen macht das Ganze viel lustiger.

 

Moni beim Fest der Farben mit anderen VoluntärenAm Sonntag, dem Höhepunkt des Festes geht es dann schon ganz früh los. In unserer Familie hat man uns erst gesegnet für den Tag. Und Swornim hat uns ganz zaghaft mit ein wenig Farbe im Gesicht verziert. Kaum im Hof kamen aber auch schon die ersten Beutel mit Wasser geflogen. Und dann kam eine johlende Menge vom Volontiershaus einmarschiert, die mit einem fröhlichen "Happy holi" alle bunt  einstäubten. Das war der Moment an dem ich wusste: nein, das ist nix für das zarte Fell eines Erdmännchens. Und so bestaunte ich das bunte Treiben aus sicherer Entfernung vom Fenster aus. Moni war nach zehn Minuten kaum mehr wieder zu erkennen. Rot, blau, gelb, grün auf den Haaren, den Kleidern und im Gesicht. Haha und so sah die ganze Meute aus. Nass und bunt und laut lachend zogen sie von Haus zu Haus. Es war ganz Basundara auf den Füßen. Der Tag verging wie im Flug und am Abend saßen wir noch lange im Vollmondlicht auf dem Dach und genossen das Leben. Moni hat noch Nepal ganze Weile was von dem Fest, hihi denn die Farbe hält sich tapfer in ihren Haaren und auf den Fingernägeln. So, das war's. Jetzt geht's wieder ins Projekt. Auch euch ein "Happy holi" aus dem sonnigen Kathmandu!

 

Euer Alex

 

 

Frauen beim Farbenfest in unserem HofMoni und Freunde voll mit Farbe

 

 

Neue Nachrichten! Post vom 13.03.2014

Thik chha! Die Zeit rast hier echt nur so vor sich hin. Nun ist Moni schon eine Woche in ihrem Projekt, einer Schule für Kinder mit Behinderungen. Jeden Tag um zehn geht es dort los. Schüler in KathmanduDie Kinder kommen mit eigenen Bussen. Haha...aber das schaut hier ganz anders aus als bei „Sonnenschein“. Moni hat sechs Kinder für deren Therapie sie zuständig ist. Drei Mädchen Richa, Nisha uns Simridis und drei Jungs Krishna, Sudin und Tscherin. Das schwierigste war erst mal sich sie Namen zu merken. Bis auf Richa können alle von den Kindern laufen und brauchen eher was für die Feinmotorik und die Konzentration. Moni bei der ArbeitWir sprechen einen lustigen Mix aus Englisch-Nepali und Deutsch, gekrönt von Hand und Fuß. In der ganzen Schule gibt es etwa 60 Kinder. Jede Klasse hat eine „Madem“ die für sieben bis acht Kinder den Unterricht gestaltet. Gespielt wird nur in der Pause. Und Lunch, das übliche Dhal bhat, gibt es für alle um elf.

 

Der Schultag endet um 15:00 Uhr, aber wir dürfen schon um zwei springen. Dann haben wir eine halbe Stunde Fußmarsch. Mit dem Bus fahren lohnt sich nicht da der mehr steht als fährt. Der Weg ist immer sehr spannend. Da kann man zum Beispiel Kabelbäume In freier Wildbahn sehen. Das sind Masten an denen unzählige Kabel Stromkabel in Kathmanduhängen und die in alle Richtungen abgehen. Ich glaube ja, dass niemand so echt weiß, woher sie kommen und wohin die so gehen. Oder es sitzt ein Bauarbeiter im fünften Stock am Fenster im Rohbau und lässt die Beine baumeln. Oder es ist mal wieder Verkehrskontrolle. Alkohol und Drogen sind auch hier am Steuer nicht erlaubt. Sitzt allerdings ein Tourist im Auto, wird man nicht kontrolliert. Deshalb meint vielleicht auch jedes zweite Taxi, dass es uns aufsammeln will. Hmmm ob das nun gut oder schlecht ist.?

 

Wir bummeln dann immer noch ein bisschen und schauen uns ganz kleine Läden an. Und schnuppern an  den unzähligen Straßenständen, was da so gebrutzelt wird. Leute und ich sage euch: die Straßen an sich sind einfach der Hammer. Da denkst du prima, super Gehweg... ist da einfach mal ein Loch, weil Dohlendeckel überbewertet werden. Oder es liegen Steine auf dem Gehweg. Gut, Steine kann man ja immer mal brauchen. Also Fakt ist du musst immer auf der Hut sein.Straße in Kathmandu

 

Aber vor ca. vier Wochen gab es eine große Aktion auf der Ringroad rund um Stadt. Da haben ganz viele Rollifahrer demonstriert. Ganz genau dagegen. Das wäre was für den Alex-Club gewesen! Jetzt ist schon bald wieder Zeit fürs Abendessen mit der family. Und mit Meli. Das ist ebenfalls eine Volontärin, mit der wir uns seit Samstag das Zimmer teilen. Die ist sehr nett und so wie die zwei immer kichern verstehen sie sich ganz gut. Deshalb machen sie am Wochenende eine kleine Reise nach Bakthapur und eine Elefantensafari...
Also freut euch auf den nächsten Bericht aus der Ferne!

 

NAMASTE euer Alex
P.S.: Meine neue Freundin heißt Swornim, und sie flüstert mir tolle Geschichten ins Ohr.Alex mit Freundin Swormin

 

 

 

 

Das erste Lebenszeichen!

Post vom 4. März 2014

Hallo zusammen!
Womöglich warten schon die ein oder andern auf ein Lebenszeichen hier aus dem fernen Nepal. Leute ich kann euch sagen...es dauert eine Weile bis hier Körper und Geist wieder zusammenfinden. Jetzt sind es grade mal  vier Tage und wir haben schon soooo viel erlebt. Die Anreise war schon spannend. Ich hatte es im Rucksack hübsch bequem aber Moni musste sich in der Sardienenbüchse echt falten. Wahrscheinlich war sie deshalb in Doha so müde, dass wir beinahe den Anschlussflug verpennt hätten. Und als wir in Kathmandu auf dem Tibuvahn Flughafen endlich gelandet waren...was erwartet uns? Regen! Freunde, das war hart.

Moni mit Tika

 

Aber dafür war die Begrüßung in der Familie sehr herzlich mit Tika, Blumenkranz und Obst. (Tika ist der rote Punkt, als Segen auf der Stirn) Hier bei Aruns Familie in Besundara werden wir wohl auch wohnen bleiben. Zum Glück brauche ich als Männchen keine Schuhe, die wechselt man hier nämlich ständig. Bevor man ein Haus betritt, auf die Toilette, ins Wohnzimmer. Damit das Unreine der Straße draußen bleibt. Und da ich eh nur mit Moni sprechen kann, muss ich auch kein Nepali lernen, das ist ganz schön schwer. Moni tut das trotzdem tapfer und blamiert sich gerne mal wenn sie statt "thik chha" (alles gut) "taxii" sagt... aber der ganze Bus hat seinen Spaß daran. Und die Vokabel sitzt jetzt :)

 

Stufen in KathmanduNoch sind wir nicht im Projekt, das beginnt am Freitag. Aber wir sind schon sehr viel in der Stadt unterwegs gewesen. Mir schwirrt echt jeden Abend der Kopf von all den Eindrücken. Es ist bunt, und laut und alles wuselt. Die Straßen sind voll mit Autos, Bussen, Tuck Tucks, Rickschas, Mopeds und Fahrrädern. Die Räder sind so hoch beladen  das man kaum den Mensch drauf sieht. Unser Lieblingstransportmittel ist das Tuck Tuck drei Räder und ab geht die Post. Und wenn du aussteigen willst klopfst du ans Dach. Moni hätte sowas am liebsten auch in Stuggi.

 

Hier verehrt man tausende Götter und überall gibt es Tempel. Der älteste ist Swayambunath  dort gibt es sehr viele Affen deshalb wird er auch Monkeytempel genannt. Und an der Stupa ist es wunderschön man kann die ganze riesengroße Stadt von oben sehen... überwältigend sag ich euch. Und die Stufen nach unten  ebenfalls.

 

Das Geld hier in Nepal ist tierisch...auf jedem Schein ist ein anderes Tier. Mir gefällt am besten der Tausend Rupienschein. Darauf ist ein Elefant zu sehen. Und beim Einkaufen muss man immer handeln. Moni feilscht schon ziemlich gut.Alles bunt auf dem Markt in Kathmandu

 

Morgen wird Moni lernen wie man nepalesisch kocht. Momos (Teigtaschen mit Füllung) und Dal Bhat (Linsen mit Reis). Fast wie bei den Schwaben. Maultaschen und Linsen... halt mit Reis. Und da wir euch hier fast fünf Stunden voraus sind, der Strom eh gleich wieder abgestellt wird und die Luft und so viel Neues müde machen, muss ich die Moni jetzt ins Bett schicken. Weil morgen um acht

Uhr beginnt der Tag mit Yoga auf dem Dach.

Ich grüße auch auf Nepali...Pfoten aneinanderlegen zum Herzen führen und sich leicht verbeugen "NAMASTE"

"Patchi bhetaula" :D

Bis dann euer Alex



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